Fliegl Güllefass mit Scheibenschlitzverteiler im Test

Fliegl Güllefass mit Scheibenschlitzverteiler im Test Fliegl baut Güllefässer mit Behältergrößen von 3.000 bis 30.000 Liter. Die Ausstattungsmöglichkeiten sind schier endlos. Wir haben ein zwölf Kubikmeter großes Vakuumfass mit einem Scheiben-Schlitzverteiler getestet. Die Stärken und Schwächen dieser Kombination verraten wir Ihnen in unserem Testbericht.

Geruchs- und emissionsmindernde Gülleausbringung mit einem Fliegl Vakuumfass mit Scheibenschlitzverteiler Vario-Disc.
Geruchs- und emissionsmindernde Gülleausbringung mit einem Fliegl Vakuumfass mit Scheibenschlitzverteiler Vario-Disc.
Für unseren Praxistest stellte uns Fliegl ein zwölf Kubikmeter großes Vakuumfass mit einem sechs Meter breiten Scheiben-Schlitzgerät zur emissionsarmen Gülleinjektion in die Grasnarbe zur Verfügung. Das Tandemfahrwerk mit Parabelfederung, Nachlauflenkachse und großer Bereifung soll den Bodendruck gering halten.

12 m³, 20.000 kg Gesamtgewicht
Mit Untenanhängung, der K80-Kugel, Deichselfederung, Tandem-Achsaggregat mit Parabelfederung und den beiden druckluftgebremsten Achsen fährt sich das Fass auf der Straße einwandfrei. Die Nachlauflenkachse lässt sich für die Transportfahrt oder für das Zurückstoßen mit einem eigenen Steuergerät der Traktorhydraulik „sperren“. Soll die hintere Achse mitlenken, muss das Steuergerät in Schwimmstellung stehen. Eine sehr praktikable Lösung ist, dass die Lenkachse nicht in den Hydrauliksteuerblock des Güllefasses integriert ist!
Deichselfederung mit Druckspeicher und Fasskippzylinder zum vollständigen Entleeren.
Deichselfederung mit Druckspeicher und Fasskippzylinder zum vollständigen Entleeren.
Damit sich das Fass in allen Geländeneigungen ganz entleeren lässt, kann es vorne mit einem Hydraulikzylinder angehoben werden. In unserem Fall war dieser Zylinder mit zwei Druckspeichern kombiniert und diente so gleichzeitig als Deichselfederung.

Vakuumpumpe mit hydraulischem Umschalter
Serienmäßig ist ein Kompressor mit einer Leistung von 10.000 l/min und einer maximalen Drehzahl von 540 U/min verbaut. Er bringt 0,5 bar und ist sehr kompakt gebaut. Ein Tropföler schmiert die Pumpe automatisch. Zudem hatte der Kompressor einen Schalldämpfer mit Ölabscheider. Das Umschalten zwischen „Saugen“ und „Drücken“ lässt sich mit der Bedienbox in der Traktorkabine über einen kleinen Hydraulikzylinder steuern.
Unser Testkandidat war mit mehreren Füllanschlüssen ausgestattet. Am Auslauf des Fasses war anstelle des serienmäßigen Plattenschiebers ein Glockenschieber montiert.

Der patentierte Schneckenverteiler von Fliegl ist immer dabei.
Der patentierte Schneckenverteiler von Fliegl ist immer dabei.
Patentierter Schneckenverteiler
Zu einem besonderen Markenzeichen der Fliegl Gülletechnik hat sich der patentierte Schneckenverteiler entwickelt. Egal welche bodennahe Ausbringtechnik angebaut wird, der Schneckenverteiler ist immer dabei. Er besteht aus zwei zusammengeschraubten Halbschalen, einer hydraulisch angetriebenen Schnecke, einem Fremdkörperabscheider und Bohrungen für die Gülleabläufe. Im Verteiler selbst gibt es viel Freiraum für die Gülle. Die Schnecke in der unteren Halbschale hat keine Schneidfunktion und verteilt auch nicht die Gülle sondern transportiert lediglich Stroh und Fremdkörper nach außen in den Staukasten.

Schlitzen mit einer Scheibe
Das Scheiben-Schlitzgerät (SSG) Vario-Disc ist eine noch sehr junge Entwicklung von Fliegl. Der Hersteller bietet es derzeit drei Meter breit starr und sechs bzw. acht Meter breit mit hydraulischer Klappung an. Es ist an einer Vierpunktaufnahme im Heck angebaut und lässt sich hydraulisch ausheben. Die Gülle wird mit Schläuchen vom Schneckenverteiler zu den Scheiben direkt in den Boden geführt. Der Aufbau dieses Verteilers mit nur einer Scheibe pro Schlitz ist einfach und kompakt. Die gezackten Scheiben haben einen Durchmesser von etwa 520 mm und lassen sich in horizontaler und vertikaler Richtung verstellen. Serienmäßig sind sie im Abstand von 30 cm montiert.

Einfachste Bedienung
Fliegl bietet verschiedene Komfortstufen an: Von der elektrohydraulischen Steuerung mit einem einfachen Bedienpult bis hin zur ISOBUS-Steuerung mit Loadsensing, verschieden große Terminals mit der Möglichkeit Kamera, Scheinwerfer und eine Durchflussmengenregelung anzuschließen.
Unser Testkandidat war mit der einfachsten Bedienvariante ganz ohne Automatikfunktionen ausgestattet. Diese ist leicht verständlich und hat uns nie im Stich gelassen.

Alle Testergebnisse und was wir uns von Fliegl noch gewünscht hätten erfahren Sie in unserem ausführlichen Testbericht in der LANDWIRT Ausgabe 13/2017 (Erscheinungstermin, 1. Juli 2017).


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